‘Mercy’ Film kritik: Katastrophaler Chris-Pratt-Sci-Fi-Thriller glorifiziert KI und scheitert auf ganzer Linie

Die Screenlife-Filme und der Einfluss von Timur Bekmambetov

Wenn Sie einen Screenlife-Film: Unfriended, Searching, Missing, Unfriended : Dark Web, Profil sehen es ist sehr wahrscheinlich, dass Timur Bekmambetov daran beteiligt war, sei es als Produzent oder Regisseur. Man kann sehr gut sagen, dass wir ihn sogar erfunden haben, weil er der Autor dieses Subgenres in der Mitte des Jahrzehnts war. Wir waren damals mit der Technik vollkommen durchgedreht, weil wir technofanatisch oder technotage waren, und dies war der lukrativste Wege, um das zu erzählen, was passiert.

Vom innovativen Konzept zum kreativen Stillstand

Es schien, dass dies der nächste Schritt in der evolutionären Reise des Found-Footage-Kinos war, aber es wurde schnell langweilig. Das frische Konzept wurde schließlich langweilig und unauffällig. War of the Worlds – Das Ende des Screenlife-Genres Der Inbegriff dieser kreativen Erschöpfung war zweifellos das letztjährige Prime Video-Desaster War of the Worlds, das auch von Bekmambetov produziert wurde. Am Ende war dies nicht ohne: Der Film war nicht nur der letzte Tropfen, aber auch die Brechstange, die definitiv dem Kino ein Ende setzte.

‘Mercy’ – Der endgültige Todesstoß für das Screenlife-Format

Während War of the Worlds das sprichwörtliche Stroh war, das das Kamel sich das Kreuz brach, ist Mercy – im Grunde genommen ein moderner Minority Report, Klonsuchen – der endgültige Todesstoß für dieses ohnehin schon schwere Kamel.

Ein Regisseur, der sich weigert, erwachsen zu werden

McTiernan, der ja für die Inszenierung von Wanted verantwortlich war, benimmt sich in diesem Film so, als wäre er Peter Pan – unfähig, sich von den billigen Screenlife-Gimmicks zu verabschieden. Anstatt sich weiterzuentwickeln, hält er an einem narrativen Konzept fest, das einfach nicht mehr funktioniert.

Selbst Rebecca Ferguson kann den Film nicht retten

Nicht einmal eine herrlich selbstgefällige und charismatische Rebecca Ferguson ist in der Lage, Mercy vor dem völligen Absturz zu bewahren.

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MPA-Bewertung: PG13 (für Gewalt, blutige Szenen, teilweise starke Sprache, Drogeninhalte und Rauchen von Jugendlichen)

Laufzeit: 1 Stunde 40 Minuten

Sprache: Englisch

Produktionsfirmen: Metro-Goldwyn-Mayer, Atlas Entertainment, Bazelevs Company

Vertrieb: Amazon MGM Studios

Regisseur: Timur Bekmambetov

Drehbuch: Marco van Belle

Besetzung: Chris Pratt, Rebecca Ferguson, Annabelle Wallis, Kylie Rogers, Kali Reis, Chris Sullivan, Kenneth Choi

US-Kinostart: 23. Januar 2026

Los Angeles im Jahr 2029: Eine Zukunft voller KI-Gerechtigkeit

Im Jahr 2029 ist Los Angeles nicht wiederzuerkennen: Die LAPD ist mit Hovercrafts ausgestattet und hat das menschliche Justizsystem abgeschafft. Künstliche Intelligenz fungiert nun wörtlich als Richter, Jury und Vollstrecker.

Das „Mercy“-Programm: Strafverfahren als Spielshow

Ein implementiertes Programm namens „Mercy“ verwandelt Strafprozesse in eine Art Game-Show: Wer auf dem „Mercy“-Stuhl Platz nimmt, muss als eigener Anwalt auftreten und seine Unschuld innerhalb von 90 Minuten beweisen. Wer scheitert, wird sofort hingerichtet.

Detective Chris Raven: Gefangen im eigenen System

Einer der Systempioniere, der Mercy in das Gesetz implementierte, ist Detective Chris Raven (Chris Pratt). Nach einer durchzechten Nacht wacht er betrunken auf, festgeschnallt auf dem Mercy-Stuhl, und wird des Mordes an seiner Frau (Annabelle Wallis) beschuldigt.

Prozess gegen einen Ermittler

Der Prozess beginnt unter der Aufsicht der humanoiden KI-Richterin Judge Maddox (Rebecca Ferguson). Raven muss jede Person in seinem sozialen Umfeld und im Umfeld seiner verstorbenen Frau untersuchen, um Beweise für seine Unschuld zu sammeln.

Eine größere Verschwörung

Doch während seiner Ermittlungen deckt Raven eine viel größere Verschwörung auf als nur den Mord an seiner Frau.

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'Mercy': Ein typischer Screenlife-Film mit kleinen Unterschieden

Strukturell ist Mercy jeder Screenlife-Film, den man zuvor gesehen hat – nur mit kleinen Unterschieden.

Ein Duell zwischen Chris Pratt und Rebecca Ferguson

Zunächst handelt es sich größtenteils um ein Zweipersonen-Drama zwischen Chris Pratt und Rebecca Ferguson – ein eher unfairer Vergleich.

  • Nicht nur wegen der Macht der KI-Richterin Judge Maddox über Raven,

  • sondern auch wegen des Unterschieds in der schauspielerischen Stärke zwischen Ferguson und Pratt, der in Echtzeit deutlich wird.

Ferguson spielt zwar ein emotionsloses Programm, doch sie strahlt gleichzeitig ungezügelten Charme und Persönlichkeit aus, während sie Pratt in jeder Szene deutlich überlegen ist. Ihr selbstbewusstes und kraftvolles Spiel formt die Spannung des Films und hebt oft Pratts Leistung

Kameraarbeit und visuelle Spannung

Ein Viertel der Bildkomposition besteht aus Rack-Focus-Aufnahmen, die Maddox im Hintergrund schmunzeln zeigen, während Raven versucht, sich auf digitale Beweise oder Telefonate mit seiner rebellischen Tochter Britt (Kylie Rogers), seinem Partner Jaq (Kali Reis) oder AA-Sponsor Rob (Chris Sullivan) zu konzentrieren.


Chris Pratt als Detective Chris Raven: Überzeugungskraft im Zweifel

Ein tragischer, aber fehlbesetzter Charakter

Pratt beweist erneut, dass er kein überzeugender dramatischer Schauspieler ist. Raven ist zwar sympathisch – er ist ein genesender Alkoholiker, der mit dem Tod seines alten Partners (Kenneth Choi) kämpft, den er sich selbst zuschreibt.

  • Sein Rückfall, zeitlich unglücklich mit dem Tod seiner Frau, führt zu unberechenbarem und destruktivem Verhalten.

  • Jeder andere Schauspieler hätte die Rolle wahrscheinlich besser verkörpert.

Schwächen in Pratts Darstellung

Pratt wirkt ständig inkonsistent, vermittelt oft eine steife und monotone Ausdrucksweise, besonders wenn starke, hastige Emotionen gefordert sind.
Seine seltsame Dialoglieferung während des Prozesses wirkt weniger menschlich als das KI-Programm selbst.


Unterstützung durch Nebencharaktere

Die Nebenrollen von Reis, Sullivan und Rogers bringen die notwendigen Emotionen, um den Ermittlungsprozess mit Leben zu füllen.
Die meisten ihrer Interaktionen mit Pratt erfolgen über Videochat-Apps, was typisch für das Screenlife-Genre ist.

  • Ihre natürliche Darstellung kontrastiert stark mit Pratts eingeschränkter Emotionalität.

  • Ferguson, Rogers, Sullivan und Reis heben die Szenen auf ein Level, das der Hauptdarsteller allein nicht erreichen kann.

Das futuristische Los Angeles in Mercy überzeugt nicht durch Kreativität

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‘Mercy’: Visueller Glanz ohne kreative Weiterentwicklung

Der zusätzliche Glanz von Mercy – etwa durch seine auffällige futuristische Umgebung und das Kombinationsformat aus Gerichtsdrama und Polizeiprozedur – bringt keinerlei echte Innovation. Der Film wirkt von Beginn an vertraut und verlässt sich stark auf bekannte Genre-Versatzstücke, anstatt neue Impulse zu setzen.

Nähe zu Minority Report und bekannte Design-Ansätze

Interessanterweise teilt sich Mercy denselben Produktionsdesigner wie Minority Report, Alex McDowell, was sich deutlich in der Ästhetik widerspiegelt. Trotz der Handlung, die größtenteils auf ein einziges Mercy-Gebäude beschränkt ist, werden die Nahzukunfts-Elemente durch ein einzelnes Polizeihovercraft ergänzt, das Los Angeles mithilfe von Bodycam-Aufnahmen überwacht.

Visuelle Technik und Schnitt

Alle Videoformate wirken dabei, als würde man gleichzeitig ein iPhone bedienen und ein VR-Headset tragen. Visuell ist das durchaus auffällig – vor allem dank der gelungenen 3D-Konvertierung und dem straffen Schnitt von Lam T. Nguyen, der den Countdown-Prozess wie in Echtzeit erscheinen lässt und dem Film ein hohes Tempo verleiht. Dennoch bleiben diese Aspekte letztlich nur oberflächliche Spielereien, die erneut in die bekannten Screenlife-Erzählmuster münden.

Drehbuch und Storytelling: Altbekannte Screenlife-Tropen

Das Drehbuch von Marco van Belle folgt dem typischen Screenlife-Rezept, das man inzwischen zur Genüge kennt.

Der Laptop als Allzwecklösung

Im Zentrum steht erneut ein fehlerhafter Vater, der versucht, die Probleme seiner Familie von einem einzigen Ort aus – bewaffnet lediglich mit seinem Laptop – zu lösen. Die KI-Figur Maddox wirkt dabei wie ein glorifizierter iMac, der in Sekundenschnelle verschiedenste Apps öffnet und den Plot vorantreibt.

Technik rettet alles – wieder einmal

Durch den Einsatz von Technologie und technischem Know-how gelingt es den Figuren nicht nur, den Tag zu retten, sondern nebenbei auch ihre privaten Probleme zu ordnen. Wie in fast allen Screenlife-Filmen darf zudem ein „Twist-Bösewicht“ nicht fehlen, meist dritt- oder viertgelistet, der eine absurde Vendetta gegen die Protagonisten verfolgt.

In Mercy wird Künstliche Intelligenz frustrierend vorhersehbar und ohne echte Tiefe dargestellt

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Mercy“ und das vorhersehbare Screenlife-Muster

Jeder dieser Screenlife-Filme fühlt sich wie eine Variante von Searching an – zunehmend reduktiv und immer tonloser. Es ist nicht so, dass ich erwartet hätte, dass der Film eine mutige oder gar clevere „KI schlecht“-Botschaft vermittelt, besonders wenn man bedenkt, wie technikbesessen Bekmambetov ist, bis hin zur Produktion eines pro-Amazon-Werbespots.

Die menschliche vs. die künstliche Intelligenz

Dennoch war ich überrascht, dass dieser große Film im Jahr 2026, der das rasante Wachstum von KI und die immer aggressivere Präsenz digitaler Technologien in menschlichen Rollen anspricht, letztlich sagt: „Mensch, KI, wir sind alle gleich.“ Als wären wir alle gleichwertig mit der Technologie, die aktiv den Arbeitsmarkt einschränkt und Menschen dümmer macht. Selbst nach Maßstäben eines normalen Films ist dies eine lächerliche Haltung.

Peter Pan im Tech-Fieber

Aber warum sollte man viel erwarten von einem Peter Pan, der zu technikbesessen ist, um einen nicht-digital orientierten Film zu machen? Wirklich, was für ein schlechtes Wiedersehen nach Wanted.


SCHLUSSERKLÄRUNG

Letztlich ist Mercy ein Paradebeispiel dafür, in welche kreative Sackgasse das Screenlife-Format geraten kann. Der vordergründige Reiz des hypergewalttätigen, narrativen Noir-Stils, der aus Warrens rauem, schmutzigem Drehbuch und seiner späteren eigenwilligen Kurzgeschichtensammlung hervorgeht, wird stark abgeschwächt – nicht nur, weil der zugrunde liegende Gag längst abgenutzt wirkt (zumal vergleichbare Genrevertreter noch immer erstaunlich frisch erscheinen), sondern auch durch eine hastig inszenierte urbane Rachefantasie, die mit ihrer oberflächlichen KI-Kommentierung ihr eigentliches formales Zentrum verfehlt.

Was eine scharfsinnige, verstörende Auseinandersetzung mit automatisierter Justiz hätte sein können, verkommt stattdessen zu einem routinierten, technikfixierten Gedankenspiel, das oberflächliche Neuartigkeit mit echter Erkenntnis verwechselt. Als Sci-Fi-Thriller ebenso wie als Kommentar zu unserer sich wandelnden digitalen Welt ist Mercy letztlich nicht in der Lage, seine Existenz zu rechtfertigen – weniger eine Warnung vor der Zukunft als vielmehr eine Erinnerung daran, dass diese spezielle Form des Filmemachens längst überlebt ist.

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